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XXL-Paddelfestival

XXXL Paddelfestival 2026 im Canadier

Freitag, 08.05.

Früh geht der Tag los, denn vom Ruhrgebiet fährt man doch ein ganzes Stück bis Markkleeberg. Außerdem will einiges gepackt und überlegt werden. Wildwasser steht auf dem Programm, eine Freestyle-Einheit, evtl. ein Paddel-Trip durch Leipzig. Das Ganze im Solo- und im Tandemboot. Da kommt einiges Gerödel zusammen. Auch die gedankliche Sammlung darf nicht zu kurz kommen, denn der EPP Canadier will präsentiert werden, ein Canadier-Talk ist geplant, es wird viele Leute zu treffen und viele Dinge zu besprechen und zu überlegen geben. Ich befürchte, dass das Wochenende kaum ruhige Momente, außer denen auf der Autobahn, für uns bereithalten wird. Aber ich freu mich drauf!

Gegen 9.00 sitzen wir auf der Autobahn Richtung XXL-Paddelfestival. Das ist bisher in erster Linie ein Kajak-Wochenende mit einem guten SUP-Einschlag. Der Canadier spielt noch keine Rolle, aber umso mehr freue ich mich über die Einladung des DKV den Canadier und den entsprechenden EPP in Markkleeberg präsentieren zu können. Außerdem freue ich mich sehr darüber endlich mal wieder im Osten des Landes unterwegs zu sein und dort einige Leute persönlich kennenzulernen, die ich schon lange auf meiner Wunschliste habe.

Als wir dann nachmittags am Kanal stehen, ist noch Ruhe. Wir laden flott unseren Kram ab und richten uns auf dem Campingplatz ein, der etwas oberhalb des Sees liegt. Dann geht es wieder runter zum Kanupark, um mal zu sehen, wer schon vor Ort ist und einige nette Worte zu wechseln. Außerdem bereiten wir den Prospector vor, denn die erste Einheit wollen wir zu zweit im großen Boot machen. Und was für ein Spaß das ist! Unter den ganzen K1 sind wir natürlich die Exoten, aber trotz der vollen Bahn haben wir ein fettes Grinsen im Gesicht, als wir uns am Förderband wieder anstellen.

Der erste Tag ist also schonmal super entspannt gelaufen. Morgen wird es dann trubeliger, aber wir freuen uns drauf.

 

Samstag, 09.05.

Auch am Samstag beginnen wir den Tag im Wildwasser-Kanal und machen uns Gedanken dazu, wie wir als Team im Boot unsere Kommunikation optimieren. Was auf Flachwasser super funktioniert, bekommt im Wildwasser eine größere Dringlichkeit und Fehler in der Absprache bezahlen wir mit hässlichen Kratzern im Boot. Der Kanal bleibt für ein 16-Fuß-Boot eng und der gute Andrang sorgt ebenfalls dafür, dass das Hirn nicht in die Verlegenheit des Abschaltens kommt.

Nach einer kurzen Pause geht es dann auf die Festivalbühne des DKV um ein wenig über die Arbeit am Europäischen Paddel-Pass, die wir in den letzten Jahren in einem sehr guten Team gemacht haben, zu berichten. Wortreich geht es auch im Austausch mit weiteren Menschen zu, die die Geschicke des DKV mitgestalten. Insgesamt sind das sehr erfreuliche Bekanntschaften, die ich in Markkleeberg mache. Leider bleibt dabei zeitlich der Trip durch Leipzig, auf den ich mich so gefreut hatte, auf der Strecke.

Neben dem ganzen WW-Spaß hat die Umgebung, und auch das Festival, viel für den Tourenpaddler zu bieten. Der Markleeberger See ist dafür ein ganz hervorragendes Revier, das wir uns zur frühen Nachmittagszeit mal als Ort der Ruhe näher anschauen. Wir schmeißen uns in die Solo-Canadier und genießen wohltuende Momente der Stille. Die Sonne kommt raus, der Tag wird schön warm und wir haben kurz Abstand zum Trubel, der nur noch ganz leise über den See dringt.

Für die letzte WW-Einheit sind wir dann wieder am Start und machen bei schönstem Sonnenschein noch einige Videoaufnahmen. Die Gedanken sind wieder locker und die Schwierigkeiten des Vormittags sind deutlich weniger geworden. Wir gewöhnen uns an Enge und Verkehr auf dem Kanal und haben unseren Spaß dabei das große Boot in die kleinen Ecken zu drängeln.

Und dann muss ich natürlich noch den großen Kanal testen. Aber der zeigt mir im offenen Boot dann doch recht deutlich meine Grenzen auf und es wird eine kleine Schwimmeinlage.

Und weil das für einen Tag nicht genug ist, gibt es im Anschluss noch einen schönen Workshop für Freestyle-Einsteiger. Wir haben eine nette kleine Gruppe Interessierter zusammen und nutzen wieder den schönen See, um einige Grundlagen des Freestyle-Paddelns im Schnelldurchgang zu testen und alle an den Axle, das einfachste Kurvenmanöver, heranzuführen.

Abends, der Park ist inzwischen fast ganz ruhig und menschenleer, sitzen wir dann entspannt auf dem Steg in der untergehenden Sonne und sammeln einige Gedanken. Ein verdammt voller Tag, aber auch ein sehr guter Tag!

 

Sonntag, 10.05.

Die Sonne lacht, der Himmel ist blau, der Tag beginnt genauso schön, wie der vorherige geendet hat. Und wie könnte es anders sein: im Park beginnt auch für uns das Leben mit dem ersten Schwung Wildwasser ab 10.30. Allerdings nicht ganz so lange, denn es wird schon wieder reichlich voll und für mich steht mit dem Canadier-Talk der nächster Flachwasser-Programmpunkt an. Ich hatte die Idee Paddler zum Austausch einzuladen, die im Canadier Kurse geben, ausbilden oder irgendwie mit dem EPP zu tun haben. Und dieser Plan ist voll aufgegangen. Wieder in einer kleinen Gruppe haben wir uns in eine windgeschützte Ecke des Sees verdrückt, um in Ruhe über Grundlagen des Paddelns und deren Vermittlung zu reden. Wie so häufig kommt man dabei von einem zum anderen und ich erlebe es immer wieder als große Bereicherung, von der Erfahrungen anderer zu hören und sie diskutieren, bzw. direkt ausprobieren zu können.

Im anschluss eine kurze Pause für einen Mittagssnack und dann wieder auf den Kanal in die letzte Rutsche Wildwasser. Inzwischen fühlt es sich gut eingespielt an, aber bei einer unserer Runden stolpern wir über einen Kajaker und schwimmen den Rest des Weges entspannt in das große Auffangbecken, wo in schöner Regelmäßigkeit herrenlose Boote ankommen.

Dann alles grob trocknen und sortieren, den Wagen und Anhänger vorbereiten und am späten Nachmittag in die Heimat starten.

Ein großartiges Wochenende! Der DKV stellt mit dem XXL-Paddelfestival eine super Veranstaltung auf die Beine, die nicht nur für Wildwasser-Fans interessant ist. Der direkt angrenzende See und die Umgebung machen das Paddelfestival auch für Touren-Paddler sehr interessant. Der Canadier spielt noch keine große Rolle, aber ein Anfang ist gemacht!

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Marius Andre

ACA-Instructor

River Canoeing L3 Solo & Tandem

Freestyle Canoeing L3 Solo

Canoe Touring L2 Solo & Tandem

Mülheim an der Ruhr

Nordrhein-Westfalen

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